Wie läuft die Ausbildung der Feuerwehrleute ab, welche Lehrgänge müssen besucht werden?

Neben der Standortausbildung in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Obertshausen haben die Mitglieder die Möglichkeit verschiedene Lehrgänge und Seminare zu besuchen.

Die folgende Ausbildungsmatrix beschreibt Lehrgänge und Seminare im Landkreis Offenbach oder an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel.
Sie beschreibt hierzu die Abfolge der Lehrgänge die von den Mitgliedern der Feuerwehr der Stadt Obertshausen besucht werden sollen.
Weitere Informationen zu den einzelnen Seminaren und Lehrgängen finden Sie, wenn Sie diese anklicken.

Ausbildungsmatrix Mannschaft
Ausbildungsmatrix Führungskräfte

Feuerwehr-Grundausbildung (Grundlehrgang)

In diesem Lehrgang werden neuen Feuerwehrmitgliedern die Grundlagen der Feuerwehr vermittelt.

So beinhaltet dieser Lehrgang unter anderem Rechtsgrundlagen der Feuerwehr, Gerätekunde, die Aufgaben im Löscheinsatz und bei der Technischen Hilfeleistung, das Verhalten bei Gefahren und die Rettung von Personen. Dieser Lehrgang ist auch Voraussetzung für alle weiteren Fortbildungen innerhalb der Feuerwehr.

Die Zielgruppen sind Frauen und Männer die als sogenannte Quereinsteiger in der Feuerwehr Mitglied werden und natürlich auch für alle jungen Leute, die aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst der Feuerwehr übergehen.

Grundausbildung für den Umgang mit der Motorkettensäge

Um bei Unwettereinsätzen die Motorkettensäge richtig einsetzen zu können, müssen die Mitglieder der Feuerwehr diesen Lehrgang absolviert haben. Hier werden dem Teilnehmer verschiedene Schneidetechniken an liegendem, teilweise auch unter Spannung stehendem, Holz vermittelt.
Auch der Aufbau der Motorkettensäge, die Durchführung der notwendigen Wartung und das richtige Anlegen der Schutzausrüstung ist Bestandteil dieses Lehrganges.

Sprechfunklehrgang

Die Kommunikation an Einsatzstellen der Feuerwehren wird über Funk abgewickelt, speziell in Bereichen in denen der Gesprächspartner entfernt sitzt (z.B. Zentrale Leitfunkstelle in Dietzenbach) oder der Gesprächspartner für eine direkte Kommunikation nicht erreichbar ist (z.B.  eingesetzte Trupps im Gebäude).
Hierfür benötigt es eine Ausbildung in der die Grundlagen des Sprechfunkbetriebs der nichtpolizeilichen BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) gelehrt werden.

Der Funkverkehr wird auch zur Alarmierung der Einsatzkräfte verwendet, die den Alarm in der Regel über Funkmeldeempfänger erhalten. In wenigen Ausnahmen (Störungen im Funkverkehr) können die Einsatzkräfte ebenfalls über Sirenen alarmiert werden.

Im Jahr 2012 wurde in Hessen die bisher verwendete analoge Funktechnik durch Digitalfunk flächendeckend ersetzt.

Atemschutzgeräteträgerlehrgang

Atemgifte, die unter anderem bei Bränden entstehend sind gefährlich für den menschlichen Körper. Um sich hiervor schützen zu können, stehen umluftunabhängige Atemschutzgeräte zur Verfügung. Diese Atemschutzgeräte sind gefüllt mit normaler Luft, gefiltert und gepresst in Atemschutzflaschen.

An die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger sind Voraussetzungen wie eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung, die Atemschutztauglichkeitsprüfung nach G26.3 und eine körperliche Fitness geknüpft.

In diesem Lehrgang werden die Teilnehmer im Tragen der Geräte in verschiedenen Gewöhnungs-, Belastungs- und Einsatzübungen geschult. Hinzu gehören der Aufbau und Funktion der Geräte, Atemphysiologie, Einsatztaktiken und Notfalltrainings zu den Inhalten dieser Ausbildung.

Fortbildungsseminar für Atemschutzgeräteträge in der Brandsimulationsanlage

Nach abgeschlossener Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger haben die Teilnehmer in der Brandsimulationsanlage die Möglichkeit Erlerntes zu trainieren und zu vertiefen.
So müssen sie unter realen Bedingungen in Übungsanlagen mit gasbefeuerten Flammen einsatztaktisch Räume und Geschosse nach vermissten Personen absuchen und erlernen eine gezielte Brandbekämpfung eines Zimmer- oder Wohnungsbrandes.

Atemschutzgeräteträgerlehrgang II

Fortbildungslehrgang für das Tragen von Chemikalienschutzanzügen

Dieser Lehrgang ist ein Fortbildungslehrgang zum Atemschutzgeräteträgerlehrgang, dessen Inhalte bei Gefahrgutunfällen ihre Anwendung finden.
Gerade bei Gefahrguteinsätzen besteht eine erhöhte Gefahr durch chemische Stoffe für den Menschen und die Umwelt. In diesem Lehrgang wird dem Teilnehmer vermittelt, welche Gefahren im Einzelnen bestehen und wie er sich bei Feuerwehreinsätzen davor geschützt werden kann.
Ein Teil dieser Ausbildung ist daher das Tragen von Chemikalienschutzanzügen in verschiedenen Gewöhnungs- und Belastungsübungen, um dem Teilnehmer die richtige Handhabung zu vermitteln.

Lehrgang Technische Hilfeleistung - Verkehrsunfall -

Verkehrsunfälle, unter anderem auf der BAB3 und B45, gehören mit zum Einsatzspektrum der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Obertshausen.
Hierzu gibt es zusätzlich zur Ausbildung am Standort der Feuerwehr den Lehrgang "Technische Hilfeleistung - Verkehrsunfall" an der Landesfeuerwehrschule in Kassel.

Dem Teilnehmer werden physikalische Grundlagen in Mechanik, Hydraulik und Pneumatik, Grundlagen der Fahrzeugtechnik, sowie Einsatzmöglichkeiten und Einsatzgrenzen von verschiedenen Geräten für die technische Hilfeleistung vermittelt.
Hinzu werden die theoretischen Inhalte in praktischen Einsatzübungen angewendet, um das erworbene Wissen im Einsatzfall anwenden zu können. Auch praktische Anwendungen der verletztenorientierten Rettung werden trainiert.

Lehrgang Technische Hilfeleistung - Bau -

Der Lehrgang „Technische Hilfeleistung – Bau“ beschreibt unter anderem Handlungsweisungen an und in teileingestürzten Gebäuden und Gruben.
Grundlagen der theoretischen Zusammenhänge von Bauwerkstabilität und Baustoffeigenschaften, sowie die Rettung von Personen bei typischen Bauunfällen werden in diesem Lehrgang vermittelt.
Der Teilnehmer beherrscht nach diesem Lehrgang die Grundlagen im Umgang mit den bei einer Bauwerkzerstörung eingesetzten Geräte, die anschließend bei Ausbildungen vertieft werden.

Fortbildungsseminar Technische Hilfeleistung -LKW-Unfälle-

Dieser Lehrgang ist ein Fortbildungsseminar zum Lehrgang „Technische Hilfeleistung – Verkehrsunfall“, dessen Schwerpunkt bei Verkehrsunfällen mit Lastkraftwagen (LKW) liegt.
Die Grundlage dieser Ausbildung beinhaltet den prinzipiellen Aufbau von LKW und Grundsätze zur verletztenorientierten Rettung aus LKW.

Bei Einsatzübungen werden praktische Anwendungen zu den Einsatzmöglichkeiten und –grenzen von Rettungsmitteln zur Befreiung von Personen aus LKW und Verletzungsmuster und Erstmaßnahmen nach LKW-Unfällen vermittelt.

Truppführerlehrgang

Der Truppführer führt in Einsätzen oder Ausbildungen einen selbstständigen Trupp aus drei Einsatzkräften. Die Lehrgangsteilnehmer erfahren eine erweiterte Ausbildung zum Grundlehrgang.
So werden den Teilnehmern Kennnisse zum Verhalten bei Gefahren, der Technischen Hilfeleistung und auch in den Aufgaben des Truppführers vermittelt. Mit dem Truppführerlehrgang schließt die Grundausbildung ab.

Lehrgang Sanitäter der Freiwilligen Feuerwehr

Im Kreis Offenbach wird die Erstversorgung von verletzten Personen in der Regel durch den Rettungsdienst übernommen, der auch oft vor den Feuerwehren am Unfall eintrifft, da der Rettungsdienst rund um die Uhr von hauptberuflichem Personal wahrgenommen wird.

Daher ist eine Ausbildung zum Sanitäter der Freiwilligen Feuerwehr zur Unterstützung des Rettungsdienstes oder bei First-Responder-Einsätzen wichtig.
Dem Teilnehmer werden die Erkennung von lebensbedrohlichen Zuständen bei Erkrankungen oder Verletzungen und die Maßnahmen zur Versorgung von Verletzungen, zur Lagerung und zum Transport von verletzten und erkrankten Personen vermittelt.

Hinzu kann er bei der Unterstützung des Rettungsdienstes bei der Intubation, dem Anlegen von Infusionen und bei der Gabe von Medikamenten unterstützen.

Fortbildungsseminar für Sanitäter der Freiwilligen Feuerwehr "AED- und HLW-Schulung"

Dieses Fortbildungsseminar für Sanitäter in der Feuerwehr beinhaltet unteranderem Wiederholungen aus dem vorangehenden Lehrgang, wie die Kontrolle der Vitalfunktionen, Maßnahmen bei Kreislauf- und Atemstörungen.
Hinzu wird der Teilnehmer in der Anwendung und Handhabung von AED’s (Automatischer externer Defibrillator) und der Unterstützung des Rettungsdienstes ausgebildet.

Maschinistenlehrgang

Maschinisten haben in der Feuerwehr die Aufgabe Feuerwehrfahrzeuge in Übungen und Einsätzen an die Einsatzstelle zu fahren und hier die technischen Einrichtungen, wie die Pumpe zu bedienen.

So beinhaltet dieser Lehrgang Rechtsgrundlagen und das Straßenverkehrsrecht. Hinzu wird das Bedienen verschiedener Feuerlöschkreiselpumpen, elektrischer und technischer Geräte gelehrt.

Auch über Kennzahlen über die Förderung von Löschwasser wird informiert, um die Leistungsgrenzen und Möglichkeiten der Feuerlöschkreiselpumpen zu erfahren.
Hinzu erwirbt der Teilnehmer Kenntnisse, die für die Durchführung von Einsatzfahrten unter Sonderrechten erforderlich sind.

Feuerwehrführerschein

Nach Einführung der EU-Führerscheine können Inhaber der Führerscheinklasse B nur noch Fahrzeuge bis 3,5t führen. Da viele Feuerwehrfahrzeuge dieses Gewicht überschreiten wurde unter anderem in Hessen der sogenannte Feuerwehrführerschein (Hessische Fahrberechtigungsverordnung - HFbV) eingeführt.

In dieser Ausbildung wird dem Teilnehmer in theoretischer und praktischer Ausbildung das Führen von Einsatzfahrzeugen bis zu 4,75t (kleine Fahrberechtigung) oder 7,5t (große Fahrberechtigung) vermittelt.
Anschließend haben erlangen sie die Berechtigung Feuerwehrfahrzeuge mit entsprechender Tonnage für den Feuerwehrdienst zu führen.

Führerscheinklasse C/CE - Fahrsicherheitstraining

Zum Führen von Fahrzeugen über 7,5t im Feuerwehrdienst müssen die Mitglieder von Feuerwehren über den Feuerwehrführerschein hinaus die Ausbildung der Führerscheinklasse C oder CE besuchen und absolvieren.
Nach erfolgreicher Prüfung und Erhalt der Fahrerlaubnis folgt eine Einweisung in den Fuhrpark der Feuerwehr der Stadt Obertshausen, da die Bedienung der Technik teilweise sehr unterschiedlich ist.
Anschließend können die Mitglieder als Maschinisten der jeweiligen Fahrzeuge eingesetzt werden.

Darüber hinaus bietet die Hessische Landesfeuerwehrschule zusammen mit dem ADAC jährliche Fahrsicherheitstrainings an, um die Fahrzeuge in Gefahrensituationen sicher führen zu können.

Auch werden innerhalb der Feuerwehr der Stadt Obertshausen regelmäßige Fahrausbildungen, unter anderem auch mit Sonder- und Wegerechten durchgeführt.

Drehleitermaschinistenlehrgang

Hubrettungsfahrzeuge wie Drehleitern oder Hubrettungsbühnen sind Spezialfahrzeuge, die überwiegend zur Rettung von Menschen aus größeren Höhen eingesetzt werden. Des Weiteren werden diese Fahrzeuge auch zur Brandbekämpfung und bei technischen Hilfeleistungen, wie  zum Beispiel bei Unwettereinsätzen eingesetzt.

Um diese Fahrzeuge als Maschinist einsetzen zu können, muss dieser Lehrgang besucht werden. Dieser beinhaltet die allgemeine Fahrzeugkunde, Wartung und Pflege der Fahrzeuge. Hinzu wird das Anleitern an verschiedenen Gebäuden mit und ohne Rettungskorb ausgebildet und in verschiedenen praktischen Übungen die Menschenrettung und Brandbekämpfung trainiert.

Lehrgang Technische Hilfeleistung und Brandbekämpfung nach Bahnunfällen - Stufe I

Auch das Schienennetz der Deutschen Bahn gehört zum Einsatzgebiet der Feuerwehr, in Obertshausen ist hier die S-Bahn-Linie unsere Aufgabe.
Um im Einsatzfall auf dem Gleisgebiet zu arbeiten, bedarf es einer speziellen Ausbildung, die in zwei Stufen erteilt wird.

Im theoretischen Teil lernen die Teilnehmer Inhalte zu Rechtsgrundlagen, Gefahren an Einsatzstellen, Verhalten auf den Gleisanlagen, das Eindringen in Bahnfahrzeuge und Fahrzeugkunde an Schienenfahrzeugen.
Gefolgt werden die theoretischen Grundlagen von praktischen Übungen und einer Einweisungen in den Aufbau der Triebfahrzeuge.
Anschließend hat der Teilnehmer sich Kenntnisse zum Erden der Oberleitung, Sperrung der Strecke, Sicherung der Bahngleise, sowie der Menschenrettung aus Waggons angeeignet.

Lehrgang GABC-Einsatz

Die Abkürzung GABC steht für Gefahrstoff-Atomar-Biologisch-Chemisch. In diesem Lehrgang werden die Kennzeichnungen und Einteilungen von GABC-Stoffen zur Erkennung, sowie die richtige Bedienung von verschiedenen Messgeräten im GABC-Einsatz gelehrt.

Der Teilnehmer kann die Ausrüstung und die Schutzkleidung für den GABC-Einsatz nach Feuerwehr-Dienstvorschrift 500 (FwDV 500) taktisch richtig einsetzen und bedienen.

Gruppenführerlehrgang

Während dem Gruppenführerlehrgang, der erste Führungskräftelehrgang, werden dem Teilnehmer Grundlagen der Mechanik, Baukunde, Einsatzlehre und auch Umgang mit Gefahrstoffen vermittelt. Hinzu stehen theoretische Ausbildungen in der Einsatzlehre, Einsatzplanung- und vorbereitung, Führungsvorgang und dem vorbeugenden Brandschutz auf dem Plan.
Diese Grundlagen werden in praktischen Übungen während des Lehrgangs weiter behandelt und vertieft.

Der Teilnehmer kann nach diesem Lehrgang eine Gruppe, eine Staffel oder einen Trupp als selbstständige taktische Einheit in der Ausbildung und in Einsätzen führen. Ebenfalls hat er nach dieser Ausbildung die Möglichkeit kleine Einsätze, die mit einer Gruppe abzuwickeln sind, selbstständig abzuwickeln.

Eine Gruppe im feuerwehrtechnischen Bereich besteht aus einer Mannschaft von 9 Feuerwehrmitgliedern inklusive dem Gruppenführer.

Fortbildungsseminare für Gruppen- und Zugführer

Nach Absolvierung des Gruppenführerlehrgangs haben die Mitglieder der Feuerwehren die Möglichkeit ihr Wissen an Fortbildungsseminaren für Gruppen- und Zugführer aufzufrischen.

So werden an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel Themen wie Atemschutz, Ausbilden, Druckbelüftung, Einsatzplanung - Flüssiggas, Planübung, Löschwasserförderung angeboten.

Kreisausbilder / Seminare Kreisausbilder

Nicht alle Lehrgänge müssen an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel besucht werden.
Einige Lehrgänge werden vom Kreisfeuerwehrverband Offenbach angeboten und durchgeführt.

So können der Grundlehrgang, Truppführerlehrgang, Maschinistenlehrgang, Atemschutzgeräteträgerlehrgang und der Sprechfunklehrgang an verschiedenen Standorten im Landkreis Offenbach besucht und absolviert werden.

Da die Ausbilder aus eigenen Feuerwehren stammen müssen diese die entsprechenden Kreisausbilderlehrgänge besuchen, um später als Ausbilder an diesem Lehrgängen eingesetzt werden zu können.
Hinzu werden die Inhalte in verschiedenen Fortbildungsseminaren aufgefrischt.

Seminar Führungslehre - Baustein A und Baustein B

Angehende Feuerwehrführungskräfte, die zum Beispiel den Gruppen- oder Zugführerlehrgang besucht haben, sollten auch die Seminare der Führungslehre Baustein A (Persönlichkeit und Führungsverhalten) und Baustein B (Stress und Führungsverhalten) besuchen.
Denn diese Seminare beziehen sich nicht auf die Feuerwehr oder die Technik, sondern um den Menschen dahinter.

Hierzu werden im Seminar verschiedene Führungsstile und deren Anwendungen, Kommunikationsregeln,
Ich-Zustände der Transaktionsanalyse (TA), Konfliktursachen und ihre Bewältigung im Führungsbereich behandelt.
Gerade im Feuerwehreinsatz kann durch Eindrücke zu hohem Stressverhalten kommen, hierzu werden
Stress-Theorien, Persönlichkeitstypologie oder auch Methoden zum Umgang mit Stress besprochen.

Nach dem Seminar kann der Teilnehmer selbstständig ein persönliches Stress-Management durchführen, um die Flexibilität im Umgang mit Stress zu erhöhen und dadurch das Stressverhalten besser kontrollieren zu können.
Der Teilnehmer kann die Transaktionsanalyse als Hilfsmittel zur Konfliktbewältigung, zur Verbesserung der zwischenmenschlichen Kommunikation und zur Förderung der Autonomie und Eigenverantwortung nutzen.

Lehrgang Vorbeugender Brandschutz für Feuerwehrführungskräfte

Dieser Lehrgang geht vornehmlich an für Führungskräfte in der Feuerwehr, da die Ausbildungsziele in der Durchführung von Brandsicherheitsdiensten liegen. Das Erkennen von brandschutztechnischen Defiziten bei Veranstaltungen und Umgang mit brandschutztechnischen Einrichtungen liegen hier im Vordergrund.
So gilt es die Bereitstellung von Löschmitteln, Anforderungen an Flucht- und Rettungswegen, Angriffswege für die Feuerwehr, sowie Brand- und Gefahrenmeldeanlagen zu überprüfen.

Der Teilnehmer kann nach diesem Lehrgang die Notwendigkeit und die Maßnahmen zur Durchführung eines Brandsicherheitsdienstes anhand der Versammlungsstättenverordnung sowie die Maßnahmen des Vorbeugenden Brandschutzes zur Erleichterung des Feuerwehreinsatzes bestimmen.

Lehrgang Vorbeugender baulicher Brandschutz

Der Lehrgang ist eine Einführung in die rechtlichen Grundlagen für die Umsetzung brandschutztechnischer Schutzziele. Die Ausbildung richtet sich vornehmlich an diejenigen, die bei Brandschutzdienststellen behördliche Aufgaben des Vorbeugenden Brandschutzes wahrnehmen und dabei z. B. mit der Durchführung von Gefahrenverhütungsschauen oder gutachterlichen Stellungnahmen im Baugenehmigungsverfahren betraut werden.

Der Teilnehmer kann die wesentlichen Brandschutzanforderungen an bauliche Anlagen und die maßgeblichen Rechtsgrundlagen, auf die sich die Anforderungen stützen, benennen und die Durchführung einer Gefahrenverhütungsschau organisieren.

Lehrgang Technische Hilfeleistung und Brandbekämpfung nach Bahnunfällen - Stufe II -

Die zweite Stufe des Lehrgangs Technische Hilfeleistung und Brandbekämpfung nach Bahnunfällen richtet sich an Gruppen und Zugführer von Feuerwehren mit Bahnverkehr.

Der Teilnehmer an diesem Lehrgang die Besonderheiten bei Einsätzen im Bahnbereich beurteilen, die notwendigen Maßnahmen bei der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung einleiten und mit dem Notfallmanager der Deutschen Bahn AG und weiteren Kräften auf Grundlage der taktischen und führungsmäßigen Grundsätze zusammenarbeiten.

Lehrgang Führen im GABC-Einsatz

Dieser Lehrgang ist für Feuerwehrführungskräfte die als Einheitsführer oder Einsatzleiter im GABC-Einsatz (Gefahrstoff-Atomar-Biologisch-Chemisch) vorgesehen sind und baut auf die Inhalt des Lehrgangs GABC-Einsatz auf.

Zu den Inhalten des Lehrgangs gehören unter anderem chemische und physikalische Grundlagen, einsatztaktische Grundregeln für den GABC-Einsatz, spezielle Einsatztaktik bei atomaren, biologischen und chemischen Stoffen, Erfassung und Auswertung von Messergebnissen und Dekontamination im GABC-Einsatz.

Der Teilnehmer kann die Ausrüstung für den GABC-Einsatz nach Feuerwehr-Dienstvorschrift 500 (FwDV 500) taktisch richtig einsetzen und entsprechend ausgebildete taktische Einheiten im GABC-Einsatz führen.

Zugführerlehrgang

Der Zugführer übernimmt in der Ausbildung oder im Einsatz die Leitung eines Lösch-, Rüst- oder auch Gefahrstoffzuges und kann unter anderem auch als Abschnitts- oder Einsatzleiter eingesetzt werden.
Ein Zug kann aus bis zu drei Gruppen zusammengestellt sein.

Der Teilnehmer kann nach diesem Lehrgang taktische Einheiten der Feuerwehr bis zur Stärke eines Zuges selbstständig führen und Einsätze mit Einheiten bis zur Stärke eines erweiterten Zuges leiten.
Hierzu werden im Lehrgang unter anderem die Inhalte des Gruppenführerlehrgangs weiter vertieft und an Planübungsmodellen simuliert.

Lehrgang Verbandsführer

Übersteigt die taktische Einheit die Stärke eines Zuges, wird als entsprechende Führungskraft ein Verbandsführer eingesetzt.
Dieser kann bei Großschadenslagen auch als Abschnitts- oder Einsatzleiter eingesetzt werden.

Nach diesem Lehrgang kann der Teilnehmer taktische Verbände bis zur „Führungsstufe C: führen mit einer Führungsgruppe“ führen sowie Einsätze mit Einheiten verschiedener Aufgabenbereiche auf der Grundlage der Feuerwehr-Dienstvorschrift 100 (FwDV 100) leiten.

Lehrgang Leiter einer Feuerwehr

Als Leiter einer Feuerwehr wird der Stadtbrandinspektor und dessen Stellvertreter tätig. Teilaufgaben übernehmen hier auch die Wehrführer und deren Stellvertreter der beiden Stadtteilfeuerwehren.

Aufgrund der Größe der Feuerwehren der Stadt Obertshausen geht diesem Lehrgang die feuerwehrtechnische Ausbildung zum Zugführer voran, sodass der Lehrgang Leiter einer Feuerwehr sich ausschließlich auf Organisatorische- und Verwaltungsinhalte bezieht.

Vermittelt werden dem Teilnehmer Inhalte wie zum Beispiel die Rechtsgrundlagen der Wehrführung, Haushaltswesen und Beschaffung, Personalplanung, -führung, -gewinnung, sowie die Öffentlichkeitsarbeit und die soziale Fürsorge.

Fortbildungsseminar für Leiter einer Feuerwehr

In regelmäßigen Abständen haben die Teilnehmer des Lehrgangs Leiter einer Feuerwehr in diesem Fortbildungsseminar die Möglichkeit die Inhalte nach neuesten Gesichtspunkten, aus organisatorischer und verwaltungsmäßiger Hinsicht anzueignen.