Ausbildung Löschwasserversorgung

 

Die heutige Ausbildung begann mit einer Theorie-Einheit über das Thema „Wasserversorgung – Exponierte Einsatzstelle“.

In der Gruppe erarbeiteten wir uns die Unterschiede zwischen dem „Pendelverkehr“ und der „Langen Wegstrecke“. Vor allem beschäftigten wir uns mit den Vor- und Nachteilen sowie der Frage, wann welche dieser Optionen zur Wasserbeförderung als sinnvoll erachtet wird. Bei der Auswahl der Optionen teilte uns der Ausbilder mit, dass es auf die Fördermengen, die Entfernung der nächstgelegenen Wasserentnahmestelle, der Einsatzdauer als auch auf die zur Verfügung stehenden Fahrzeuge ankommt.

Genauer beschäftigten wir uns mit der langen Wegstrecke, differenzierten die geschlossene von der offenen Schaltreihe und erläuterten auch hier die Unterschiede, bis wir letztlich zum praktischen Teil des Abends kamen.

Mit Hilfe von vier Steckleiterteilen, einer Plane und Leinen bauten wir uns einen Behelfsbehälter. Der Unterflurhydrant diente als Wasserentnahmestelle, wodurch wir den Behälter mit Wasser füllten.

Anschließend wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe beschäftigte sich mit dem Rollwagen Tragkraftspritze, genauer, mit der PFPN 10-1000 (Portable Firepump Normal Pressure). Ausbildungsziel der Gruppe bestand darin, die Pumpe in Betrieb zu nehmen und mit Hilfe von Saugleitungen das Wasser aus dem Behelfsbehälter heraus zu pumpen und weiter zu befördern. Hierbei wurde auf die richtige Handhabung und Bedienung der Tragkraftspritze geachtet, die Bedeutung der Entlüftungsvorrichtungen erklärt sowie der Saugbetrieb einer Feuerlöschkreiselpumpe erläutert.

Die zweite Gruppe setzte sich mit dem Rollwagen „Schlauch“ auseinander. Auf dem Rollwagen sind ingesagt 500m B-Schlauch verladen. Durch die Kombination des GW-N mit dem Schlauchrollwagen, besteht die Möglichkeit, ohne großen Aufwand und mit geringem Personaleinsatz, eine lange Wegstrecke zu legen. Hierbei ist der Rollwagen auf dem GW-N verladen, ein Feuerwehrmitglied befindet sich gesichert hinter der verschlossenen Ladeboardwand und führt die B-Leitung aus dem Rollwagen hinaus während der GW-N in Schrittgeschwindigkeit sich fortbewegt.

Gerade in den Sommerperioden steigt die Waldbrandgefahr enorm an, weswegen es für uns wichtig war, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und unser Wissen aufzufrischen.



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