Übung der Einsatzabteilung in Hausen

Am heutigen Abend war es endlich soweit, wir durften in größerer Gruppe – unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln – wieder eine Übung durchführen.

Vor dem eigentlichen Übungsabend erhielten wir vorab eine kleine Bettlektüre, die FwDV 10 „Tragbare Leitern“, die Thema des heutigen Abends sein würde.

Nach einer kurzen Begrüßung starteten wir mit einem Theorie-Teil. Hierzu erarbeiteten wir uns die Leiter-Arten und die Leiter-Längen. Detaillierter befassten wir uns mit der 4-teiligen Steckleiter. Wir besprachen die Anwendungsmöglichkeiten und benannten die Einsatzgrundsätze.

Im Anschluss daran wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, um die zuvor angesprochenen Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis zu üben. Die erste Gruppe befasste sich mit dem „Leiterbock“. Der Ausbilder erklärte die Handhabungen sowie die benötigten Materialen. Durch das Aufbauen wurden die einzelnen Anwendungsmöglichkeiten nochmals verdeutlicht. Darüber hinaus bauten wir aus zwei „Leiterböcken“ eine provisorische Rettungsplattform, um im Einsatzfall eine fehlende Rettungsplattform ersetzen zu können.

Die zweite Gruppe beschäftigte sich mit dem ordnungsgemäßen Aufstellen der Steckleiter nach der FwDV 10. Hier wurden die Handgriffe, die Kommandos, das Aufstellen, das Steigen, das Übersteigen in ein Fenster sowie die Rücknahme geübt. Zusätzlich wurde auf die verschiedenen Gangarten „Kreuz- und Passgang“ und den Aufstellwinkel geachtet.

Die letzte Gruppe nahm das Thema „Schiefe Ebene“ durch. Bei der Schiefen Ebene wird ein Patient in der Schleifkorbtrage über mehrere zusammengesteckte Steckleiter-Teile von einer höhergelegenen Ebene gerettet. Die Steckleiter wird hierbei als Schiene verwendet, um die Schleifkorbtrage mit Hilfe von Feuerwehrleinen von der höheren Ebene zur unteren Ebene „gleiten“ zu lassen.

Zum Abschluss befassten wir uns zusammen mit der Alternativen zur schiefenen Ebene, dem Leiterhebel. Der Leiterhebel dient – wie auch die Schiefe Ebene – zum Retten von Patienten durch Überwinden von Höhenunterschieden. Der Unterschied hierzu ist, dass der Patient horizontal transportiert wird.

Sowohl die Schiefe Ebene als auch der Leiterhebel sind in der Praxis wichtig, um einen Patienten aus einem Geschoss zu retten, wenn für eine Drehleiter oder ein sonstiges Hubrettungsgerät keine Möglichkeit besteht, die Einsatzstelle zu erreichen.

Ein gelungener Übungsabend geht zu Ende und wir hoffen, dass die Inzidenzen weiterhin so niedrig bleiben und wir nun wieder regelmäßig üben dürfen, um im Einsatzfall bestens vorbereitet zu sein.



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