Knoten und Stiche

„Och nein“, erklang es, als das Thema der Übung genannt wurde. Wie jedes Jahr stand „Knoten und Stiche“ auf unserem Dienstplan und wie jedes Jahr gehört dies zu den unbeliebteren Dingen, mit denen wir uns beschäftigen, was definitiv daran liegt, dass wir immer wieder den ein oder anderen Knoten über die Zeit hinweg vergessen.

Bevor es losging, wurden wir in vier Gruppen aufgeteilt und die Ausbildung in zwei Teile gegliedert.

In der ersten Hälfte des Ausbildungsabends wurden die „Basics“ aufgegriffen. Hierzu gehörte das Besprechen der Unterschiede der Leinen, die Längen und die Verwendung der Knoten und Stiche.

Dann ging es auch schon in die Praxis und wir übten in unseren Gruppen den Mastwurf, den doppelten Ankerstich, den Schotenstich, den Achterknoten und den Zimmermannsstich. Durch die Wiederholungen in der Übung festigten sich die Knoten und Stiche und so konnten wir diese in der zweiten Hälfte der Übung anwenden.

Hierfür wurden vier Stationen aufgebaut. In der ersten Station galt es, mit Hilfe eines doppelten Ankerstiches und dem Halbschlag, Feuerwehrgerätschaften wie z.B. eine Feuerwehraxt, in den ersten Stock zu befördern, wo der Angriffstrupp auf sein Material wartete.

In der zweiten Station wurde die Absturzsicherung an einem Festpunkt geübt. Dies ist vor allem wichtig, um sich zum Beispiel im Einsatzfall auf Dächern sicher zu bewegen und sich vor dem Abstürzen zu sichern. In der Fahrzeughalle wurde eine Absturzkante mit Hilfe eines Verkehrsleitkegels simuliert. Wir nutzten die Säule in der Fahrzeughalle als Festpunkt und sicherten uns mit Hilfe des Mastwurfes an dem Festpunkt und dem Achterknoten an dem Feuerwehrhaltegurt vor dem Sturz.

In der dritten Station war eine Saugleitung aufgebaut. Hier durften wir die benötigen Knoten und Stiche anbringen, um die Saugleitung im Einsatzfall an dem „Wegschwimmen“ zu hindern. Bei starken Strömungen könnte es passieren, dass die Saugleitung in offenen Gewässern mitgerissen wird. Mit diesem Hintergrund wird der Saugkorb mit einem Zimmermannsstich und die Saugleitungen an den Kupplungen mit einem Halbschlag befestigt. Zum Schluss wird die Leine, an der die Saugleitung eingebunden ist, an einem Festpunkt mit dem Mastwurf gesichert. Jeder durfte hierbei die notwendigen Knoten und Stiche anbringen.

An der vierten und letzten Station gab es einen kleinen Wettkampf. Die Aufgabe war es, an einem Besenstiel so viele Mastwürfe wie möglich zu stechen.

Insgesamt war es eine gelungene Übung und wir haben trotz des anfänglichen „Och-Nein-Gefühl“ einen tollen Abend gehabt.

Vielen Dank und bis bald
Eure Jugendfeuerwehr Obertshausen



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